Discdogging - was ist das eigentlich ???
Einige Leute fragen mich: "Was wird denn da gemacht, wirft der Mensch die Scheibe und der Hund fängt sie ??? Oder was macht man da ?"
Die Vermutung ist schon mal richtig :o).
Der Mensch wirft die Scheibe und der Hund fängt sie. Und dabei ist eure Kreativität gefragt! Wenn es dem Hund nicht schadet und Spaß macht, ist alles erlaubt!
Angefangen beim Mini - Distance, wo wirklich "nur" die Scheibe auf einem markierten Feld geworfen und vom Hund gefangen wird. Bis hin zum Freestyle, wo man mit Hund und ca. 5-7 Scheiben eine Kür zur Musik aufführen kann.
Erwünscht sind vor allem verschiedene Wurftechniken und nicht zu oft zu hohe Sprünge.
Aber wenn ich euch das jetzt so erkläre, könnt ihr euch bestimmt auch nicht viel mehr darunter vorstellen. Besucht doch einfach mal die Wettkämpfe und schaut euch dort die Profis an, um eine Vorstellung zu bekommen.
Wie entstand der Sport ?
| Eine Kuchenform macht Karriere
Mit fliegenden Tellern fing alles an. Um die
Jahrhundertwende drehten amerikanische Studenten die Kuchenformen der „Ma
Frisbee" Bäckerei um und warfen sie einander zu. Kombiniert mit dem
Prinzip einer Flugzeugtragfläche wurde daraus Ende der 50er die erste
Frisbeescheibe. Wham'O Frisbee kaufte sich dieses Patent und ließ den
Namen Frisbee als Trademark schützen. Da die Entwicklung auch vor den
Frisbeescheiben keinen Halt machte, entdeckte der damalige Student Alex
Stein seine Vorliebe für sogenannte Fastbacks. Diese Scheiben
unterscheiden sich im Durchmesser und Gewicht von den herkömmlichen
Frisbeescheiben, d.h. sie sind eigentlich nur kleiner und leichter und
können somit auf kürzere Distanzen durch extrem viel Spin schneller bzw.
präziser geworfen werden und bleiben dadurch einfach länger in der Luft.
Als begeisterter Frisbeespieler nutzte er jede freie Minute um mit seinen
Freunden im Park zu üben er wurde richtig gut! Im Sommer des Jahres 1971
trat eine neuer Lebensgefährt in sein Leben. Sein Name war Ashley Whippet,
ein Whippet-Rüde der in seinem Aussehen einem Greyhound ähnelt (nur ein
wenig kleiner). Dieser Hund stand seinem Herrchen in nichts nach,
natürlich auch nicht in Bezug auf die kleinen UFO-ähnlichen Wurfgeschosse,
deren Flugbahn er bei den täglichen Ausflügen in den Park genau studierte
und eines Tages einen plötzlichen Versuch machte, eine von der Flugbahn
abgekommene Scheibe zu fangen. Alex und seine Freunde beobachteten wie der
Windhund einen Spurt hinlegte, der Frisbee immer näher kam und im
richtigen Moment zum Sprung ansetzte, um die Scheibe noch in der Luft zu
fassen. Begeistert applaudierten alle dem Schauspiel und ein neuer Sport
war geboren. Täglich trainierten Alex & Ashley in jeder freien Minute mit
immer mehr Begeisterung und sie steigerten sich von Tag zu Tag. Immer mehr
Tricks, hervorgerufen durch verschiedenste Wurftechniken kamen hinzu und
ein ständig steigender Zuschauerandrang blieb nicht aus. Nach viel Lob und
auch einigem Belächeln durch Freunde und Bekannte überlegte sich Alex, wie
er es am Besten anstellen könnte den Hundefrisbeesport im ganzen Land oder
noch besser auf der ganzen Welt bekannt zu machen. Somit fasste er den
Entschluss, sich mit seinem Hund in ein Baseballstadion zu schmuggeln, um
dort zu zeigen was sie gelernt hatten. Als Schauplatz für das historische
Ereignis wählte Alex nicht irgendeinen Platz aus sondern keinen geringeren
Ort als das „Dodger Stadium" in Los Angeles. Hier trafen am 05.08.1974 die
Teams der Dodgers und der Reds aufeinander, um ein nationales
Meisterschaftsspiel vor gesammelter Presse auszutragen. Das Problem, dass
Hunde nicht ins Stadion dürfen, umging Alex einfach, indem er seinen Hund
von der Leine machte und dieser ihm - durch die Menschenmengen versteckt -
treu folgte. Kurz vor dem Beginn des neunten Innings war es dann soweit.
Man konnte beobachten wie sich in der Nähe des hinteren Spielfeldes das
Disc-Dog-Team aufmachte über den Zaun des Spielfeldes zu springen, um mit
ihrer Show zu beginnen. Ashley & Alex begannen gleich mit spektakulären
Würfen und die Zuschauer begannen hemmungslos zu applaudieren. Durch
Ashleys hohe Laufgeschwindigkeit von 60 km/h und seinen Sprüngen, die die
2 Meter Marke überschritten, peitschten die beiden das Publikum zu immer
mehr begeistertem Applaus und man betrachtete das Schauspiel mit
Hochgenuss. Die TV Sender kommentierten live und die Radiosprecher
schilderten den Zuhörern, was sich auf dem Spielfeld abspielte. Nach
einigen Minuten wurde dann Alex Stein doch von einem Sicherheitsbeamten
zum Aufhören gezwungen, aber was Alex damit erreichte, war der
tatsächliche Beginn einer neuen Ära des Hundesports, die sich bis dato von
niemandem mehr aufhalten ließ. Es folgten TV-Auftritte, Shows beim Super
Bowl XII, Interviews im Radio und für Ashley bedeutete es sogar ein
Portrait als erstes nicht menschliches Wesen im „people-magazine", er
bekam eine eigene Kreditkarte, wurde Maskottchen der Football Mannschaft
der L.A. Rams und als dreimaliger Hundefrisbeeweltmeister schaffte er die
Aufnahme in die „Dog Fancy" Hall of Fame. |
